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Puig de Randa – Mallorcas heiliger Berg

Der Puig de Randa ist der einzige Tafelberg auf der mallorquinischen Baleareninsel, der vor allem wegen seiner drei Klöster bekannt ist, deretwegen er auch als heiliger Berg gilt. Der 542 m hohe Puig de Randa steht mit seiner breiten, tischähnlichen Gipfelebene wie ein Tisch in der Pla de Mallorca, wie die Ebene im Zentrum der Insel heißt. Eine sehr fruchtbare Gegend ist diese Ebene, Kartoffeln und Reis werden geerntet, Mais und Gemüse, Wein wird angebaut, Obst- und Mandelbäume ergänzen die landwirtschaftliche Vielfalt. Trotzdem leben hier nur wenige Mallorquiner, die meisten haben sich eher an der Küste angesiedelt. Entsprechend ruhig und einsam ist die Gegend um den Puig de Randa, der schon von weitem gut zu sehen ist.

Der Ort Randa ist ein kleines verschlafenes Dörfchen zwischen Algaida und Llucmajor. Von Randa führt eine steile, kurvige Straße durch die malerische Landschaft allmählich hinauf auf den Berg. Über diese Straße erreicht man bald schon, nach einem guten Kilometer, auf der rechten Seite die Toreinfahrt das erste der drei am Puig de Randa existierenden Klöster. Das Santuari Nostra Senyora de Gracia wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Es ist zwar das kleinste der drei Klöster am Puig de Randa, aber vielleicht trotzdem das eindrucksvollste. Wie ein Schwalbennest ist es an die steilen Felswände geschmiegt. Einst stand hier nur eine Wallfahrtskapelle, die direkt aus einer Felsenhöhle herausgehauen war. Diese ursprüngliche Kapelle wurde im 17. Jahrhundert vergrößert, so dass nur noch ihre Apsis erhalten ist. Sie beherbergt eine Marienstatue aus dem 15. Jahrhundert, die der mallorquinische Bildhauer und Maler Gabriel Mòger geschaffen hat, und Anfang des 20. Jahrhundert war es kein Geringerer als Antoni Gaudí, der sich an Umbaumaßnahmen des Klosters beteiligte.

Die letzte Renovierung erfolgte 2005, aufgrund eines Bergrutsches mussten die Felsen mit Drahtnetzen gesichert werden, und leider musste auch der Klostergarten weichen. Dafür lädt eine überdachte Besucherterrasse zum Verweilen ein. In der Felswand nisten zahlreiche Vögel, und von einer kleinen Aussichtsplattform kann man weit über die Ebene und bis zur südlichen Küste Mallorcas blicken.

Folgt man der Straße zum Gipfel einen weiteren Kilometer, erreicht man eine spitzwinklig nach rechts abzweigende Straße. Dort geht es zur Eremita de Sant Honorat, die bereits auf das Jahr 1394 zurückgeht, als hier ein Ritter, der bis dahin 30 Jahre lang als Einsiedler auf dem Berg gelebt hatte, die erste Kapelle errichtete. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1670, das zugehörige Kloster von 1890. Nur noch wenige Mönche leben darin, die es als Unterkunft für kleine Seminargruppen betreiben, nur die Kirche ist auch für andere Besucher offen. Der Platz vor der Kirche bietet wieder eine großartige Aussicht über die mallorquinische Tiefebene.

Das dritte Kloster - das Santuari Nostra Senyora de Cura, das schon im 13. Jahrhundert gegründet wurde - befindet sich am Ende der Straße beim großen Gipfelparkplatz. Die kuppelförmige Radaranlage auf dem Gipfel ist von weitem zwar besser zu erkennen als das Franziskanerkloster, das den Berg für die Mallorquiner zu einem wichtigen Wallfahrtsort macht, aber erst einmal oben angekommen, sieht man hinter der Klostermauer einen Vorhof mit Brunnen, einen hübschen Klostergarten und die Kirche mit einer Sonnenuhr aus dem Jahr 1668. Im Innern der Kirche fallen eine hölzerne Christusstatue aus dem 17. Jahrhundert. und eine steinerne Marienfigur aus dem 16. Jahrhundert auf, außerdem eine schöne Bethlehemgrotte.

Im kleinen Ramon-Llull-Museum neben der Kirche erfährt man mehr über den berühmten Mönch, der hier 1263 als Eremit in einer Höhle lebte und sich als Philosoph und Missionar betätigte. Außer in Latein und Arabisch schrieb er seine Bücher auch in Katalanisch. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Restaurant, und die ehemaligen Klosterzellen werden heute als moderne Hotelzimmer genutzt, so dass man auf dem Berg auch günstig übernachten kann. Nicht zuletzt genießt man auch von diesem Kloster aus eine atemberaubende Aussicht über die Insel, die bei guter Witterung sogar bis nach Palma de Mallorca reicht.

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